
Nach unser Nacht unter der Brücke machen wir Betty wieder reisefähig und fahren erstmal zum nahe gelegenen Supermarkt, um ein paar Dinge einzukaufen. Auf dem Weg weiter sehen wir ein Schild für eine Grauwasserentsorgungsstation und da wir das Wasser bei diesem Wetter jetzt schon einige Tage im Tank haben, wollen wir das gern loswerden – bevor es anfängt zu stinken… Also folgen wir dem Schild. Wir finden zwar die Entsorgungsstation nicht, kommen aber dafür in eine Polizeikontrolle: Die Ausweispapiere, bitte!
Wir geben den Polizisten unsere Papiere inkl. der Bettyunterlagen und sie gehen damit zu ihrem Fahrzeug. Was uns fehlt ist eine Kopie des Fahrzeugbriefes, den hätten die Polizisten auch gern gehabt. (Notitz an mich: Wenn wir wieder zu Hause sind Fahrzeugbrief einscannen!) Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen die Beamten wieder, geben uns die Papiere zurück und wünschen uns eine gute Weiterfahrt! Na gut, muss man auch mal erlebt haben 😉

So, kein Grauwasser entsorgt, dafür Zeit verloren, wir fahren jetzt erstmal durch Slowenien nach Kroatien 😉
Speedy hat einen tollen kleinen Campingplatz rausgesucht mit einem noch viel schöneren Spot am Meer. Dort angekommen Essen wir zuerst eine Kleinigkeit und gehen dann ans Meer. Vorher pumpt Felix noch das SUP auf, dass Christian und Gisela uns ausgeliehen haben. Wir verbringen einen sehr entspannten Nachmittag am Meer.





Nach einer Weile sehe ich immer mal wieder ein paar Menschen an einem Felsen stehen und etwas beobachten. Irgendwann ist meine Neugierde zu groß und ich frage die drei, was sie dort sehen. In einem Wasserloch schwimmt eine riesige Qualle. Scheinbar ist sie bei der letzten Flut dort hineingekommen und nicht mehr rechtzeitig wieder raus. Die 3 jungen Leute überlegen wie sie die Qualle retten können. Wenn man doch nur einen Eimer hätte… Jetzt beginnt die Mission „Qualle retten“. Ich biete an unseren Eimer zu holen, wenn sie die Qualle wieder ins Meer bringen wollen. Ich hole den Eimer und Felix recherchiert, ob die Qualle vielleicht giftig ist…
Bild 1 – die Qalle im Wasserloch – sie ist nicht giftig Bild 2 – Qualle im Eimer Bild 3 – Rettung ins Meer 😉



Nach dieser guten Tag gehen wir wieder zurück zum Platz, genießen das Nichtstun und machen uns ein leckeres Abendessen mit gedämpften Kartoffeln und Würstchen vom Grill.
Da es heute abend noch Gewitter geben soll, gehen wir nach dem Abendessen zügig zum Spülen, da wir heute sehr viel Zeug haben. Während wir so zu dritt am Spülen sind, kommt ein solcher Wind auf, dass das Wasser aus dem Hahn horizental zur Seite weht… Sowas hab ich echt noch nicht gesehen. Es fliegen Blätter und Zeugs umher… Speedy und Felix laufen sehr schnell zur Betty, die Markise einfahren und alles sturmsicher machen. Ich versuche die halb gespülten Sachen gut zu stapeln und zum Womo zurück zu bringen. Als wir endlich alles einigermaßen sicher verstaut haben (Das schmutzige Geschirr und den Grill in der Heckgarage ;)), schauen wir uns das Spektakel an. UNGLAUBLICH!
Ein etwas älterer Herr erzählt uns, dass es diesen Wind öfter hier gibt, er kommt von den Dolomiten und der Zeltplatz ist danach benannt: Tramontana
Mittags und abends:




Es hat schön abgekühlt und wir haben in dieser Nacht, bei Sturm und Gewitter, sehr gut geschlafen.